Mit diesem schicken neudeutschen Wort titelt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eine Gesetzesnovelle, die es ermöglichen wird, Strom in einer Region untereinander zu handeln. Voraussetzung wird sein, dass private Stromverbraucher und Verbraucher mittelständischer Unternehmen innerhalb eines bestimmten Gebietes (z.B. Stadt Lage) sowie regenerative Stromerzeuger (Windrad, Biogas, PV-Anlagen) sich in einer Bürgerenergiegesellschaft (z.B. BELA) zusammenschließen.

In Österreich ist man mit diesem Thema schon weiter. Dort kann man seit 2021 diese Möglichkeiten als Mitglied einer Bürgerenergiegesellschaft nutzen. Nachfolgendes Schaubild verdeutlicht die Möglichkeiten, innerhalb eines Stromkreislaufes (Trafostation oder Umspannwerk) den dort erzeugten Strom mit den Verbrauchern zu teilen. Speicherstationen und E-Autos können zusätzlich genutzt werden, um Stromangebot und Nachfrage auszugleichen. Eine intelligente Vernetzung untereinander optimiert dieses Projekt zusätzlich. Sollte alles ausgereizt sein, kann die Mehr- oder Minderenergie aus dem öffentlichen Netz ge- oder verkauft werden.

Wir gehen davon aus, dass in überschaubarer Zeit ein deutsches Strom-Sharing-Gesetz (siehe oben) uns diese Möglichkeiten in ähnlicher Form eröffnen wird. Und damit könnte unsere BELA allen Mitgliedern den in Lage erzeugten Strom aus Wind, Sonne und Biogas zu attraktiven Konditionen anbieten!